Vor einiger Zeit haben wir bei einem Projekt eine umfangreiche Case Studie durchgeführt. Wie jedes neue Projekt muss man das geeignete soziale Netzwerk für sich finden. Man muss herausfinden wo sich die eigene Zielgruppe rumtreibt und wo man sie am besten erreichen kann.

Bei einer so großen Vielzahl an Netzwerken wie heute ist diese Aufgabe gar nicht mal so leicht. Es gibt gefühlt wöchentlich ein neues soziales Netzwerk, aber Ziel ist es nicht in so vielen Netzwerken wie möglich angemeldet zu sein, sondern nur in denen, die am besten für das eigene Business sind.

Heute möchten wir diese Case-Studie mit dir teilen. Wir zeigen dir sowohl wie wir die Wahl am Anfang getroffen als auch wie wir die zukünftigen Netzwerke wählen.




 

Wie du die sozialen Netzwerke zu Beginn wählst

Aller Anfang ist schwer. Auch die Wahl des ersten sozialen Netzwerks. Soll man jetzt mit Facebook, Instagram oder Pinterest starten. Oder gar ein völlig neues Medium wählen.

Auch uns ging es da nicht anders. Gerade im Hype von Snapchat waren wir uns sehr unsicher auf welches Netzwerk wir uns fokussieren sollen und wovon wir besser die Finger lassen. Eines war uns klar. Wir wollen nicht mehr als 3 verschiedene Netzwerke gleichzeitig testen.

Und so sind wir zuerst mit Facebook, Google+ und Twitter gestartet. Aus 3 einfachen Gründen:

Facebook ist das größte soziale Netzwerk der Welt, man braucht also eher Argumente dagegen als dafür um nicht bei Facebook dabei zu sein. Außerdem sind wir als Marketer sehr erfahren mit diesem Netzwerk und können auf unsere Erfahrung zurückgreifen.

Google+ war für uns ein Netzwerk das wir nur zögerlich testen wollten. Denn die Stimmen waren sehr laut, dass das Netzwerk tot ist. Nichtsdestotrotz wollten wir uns selbst ein Bild davon machen. Außerdem ist Google+ aus SEO-Sicht ein Netzwerk was man in petto haben sollte.

Zuletzt ist da noch Twitter. Zugegen es ist absolut nicht mein Lieblingsnetzwerk. Denn zu viele Menschen nutzen als automatischen Bot und posten einfach nur wild ihre Artikel ohne persönliche Interaktion, dadurch ist die Timeline in Minuten voll und so muss man selbst viel Zeit und Kraft investieren um die eigenen Inhalte zu promoten. Aber einen großen Vorteil hat Twitter im Gegensatz zu anderen Netzwerken. Auf Twitter kannst du sehr leicht mit Influencern in Kontakt treten und dir gekonnt deren Reichweite zunutze machen. So haben wir in unserer Testzeit sowohl Reshares von Evernote als auch Trello und ToDoIst bekommen.

 

Warum das perfekte soziale Netzwerk finden und nicht bei der Wahl bleiben

Nun hatten wir unsere 3 Netzwerke mit denen wir gearbeitet haben. Aber man sollte hier auf keinen Fall stagnieren. Vorallem, wenn man die Netzwerke aufgrund persönlicher Intuition gewählt hat. Uns haben alle Zahlen, Daten und Fakten gefehlt wo sich unsere Zielgruppe am meisten aufhält.

Und um ein erfolgreiches Business aufzubauen sind das die einzigen Punkte auf die du überhaupt achten solltest. Worauf sollte man also bei der Entwicklung achten?

 

Worauf du im Laufe der Entwicklung achten musst

Bereits zum Start deiner sozialen Netzwerke solltest du die Wachstumszahlen im Auge behalten. Denn:

Wachstumsvergleich

Wenn du 3 verschiedene Netzwerke wie wir aufbaust, dann ist der Wachstumsvergleich sehr wichtig. Dieser zeigt dir im direkten Vergleich an in welchen Netzwerk sich deine Zielgruppe aufhält und in welchem nicht. Selbstverständlich sollten deine Netzwerk Fähigkeiten überall auf demselben Stand sein, damit du deine Kennzahlen möglichst nicht verfälschst. Wenn du nach 3 Monaten merkst, dass 1 Netzwerk im Vergleich zu den anderen überhaupt kein Wachstum bekommt, weißt du, dass es auf Dauer eingestampft werden sollte.

Interaktion

Der zweite wichtige Punkt ist die Interaktionsrate. Das ist die Kennzahl die dir anzeigt wie lebendig deine Fanbase ist. Wenn du 1000 Fans in deinem Netzwerk hast aber nur 3-4 Likes pro Beitrag bekommst ist das ein eindeutiger Hinweis dafür, dass du entweder schlechte Inhalte lieferst die deine Fans nicht interessieren oder deine Fans nicht im Netzwerk aktiv sind. Anhand der Interaktionsrate ist so Google+ aus unserem Test geflogen. Trotz unterschiedlichster Inhalte haben wir absolut keine Interaktion bekommen. Jede Woche haben wir 2-3 Stunden in das Netzwerk investiert. Nun können wir diese Zeit effektiver nutzen.

Wie du die nächsten sozialen Netzwerke auswählst

Nun haben wir also nur noch 2 soziale Netzwerke die wir versorgen. Dabei wollen wir aber nicht bleiben. Wir wollen weitere Netzwerke angehen und neue Zielgruppen für uns erschließen. Aber wie wählt man nun das nächste soziale Netzwerk. Neben den neuen Zahlen und Daten die man durch die bereits aktiven Netzwerke hat gibt es einen weiteren wichtigen Faktor.




Wahl des Postings
Klar kennst du nun deine Zielgruppe besser. Aber dank deiner neuen Erfahrung weißt du nun auch, welches Format und welche Inhalte deine Zielgruppe liebt. Ob es Bilder, Videos oder andere Inhalte sind. Anhand des Formates kannst du nun auch ein Netzwerk wählen und testen. Wenn deine Zielgruppe bisher sehr gute Interaktionen bei Bildern und Videos hatte solltest du dich an Instagram wagen und dieses in dein Portfolio mit aufnehmen.

Du siehst Social Media Marketing ist nichts was man einfach mal so nebenbei macht. Es ist ein komplexer Marketingkanal der dir Fans, Kunden und Markenbekanntheit einbringt. Deswegen sollte er auch mit ebenso viel Aufmerksamkeit und Professionalität betrieben werden. Viele Unternehmen gewinnen ihre Kunden mittlerweile zum größten Teil über soziale Netzwerke.

Deswegen solltest auch du herausfinden welche Inhalte deine Fans am liebsten mögen und wo sie sich am meisten aufhalten.

Welches Netzwerk verwendest du für dein Unternehmen? Hast du dich bereits aus diesem Netzwerk rausgetraut um neues zu testen?